Toccata 02/2022

NACHRICHTEN 12 TOCCATA - 118/2022 val in Utrecht, Cisseo in Johann Christian Bach‘s Zanaida am Theater Mainz, sowie Abel in Alessandro Scarlatti’s Cain overo Il Primo Omicidio am Aalto Theater Essen sowie Konzerte u.a. in Berlin, Moskau, Schwetzingen, Graz, Freiburg, Chambord, Köln. Zukünftige Produktionen von Philipp Mathmann sind u.a. die Partie des Abel in Alessandro Scarlatti’s Cain overo Il Primo Omicidio am Aalto Theater Essen, die Partie der Lieschen in Bach‘s Kaffeekantaten bei der Styriarte 2022 und seine Rückkehr im Oktober 2022 an das Theater an der Wien, u.a. Stuttgart: »Bach im Dialog mit Jan Dismas Zelenka« ist das Thema der diesjährigen Bachwoche Stuttgart vom 21. bis 27. März 2022. Die Bachwoche ist ein kompaktes, wohlkomponiertes Barockfestival und bietet zugleich Nachwuchsmusikerinnen und -musikern aus aller Welt ein prominentes Podium. Der gebürtige Böhme Zelenka war Bachs Zeitgenosse und Inhaber der Stelle an der Dresdner Hofkirche, um die der Thomaskantor aus Leipzig sich vergeblich beworben hatte. Mit Musik- und Wortveranstaltungen bringt die Bachwoche die Werke beider Komponisten einander und dem Publikum nahe. Öffentliche Proben erlauben Einblicke hinter die Kulissen. Kostenlose Mittagskonzerte, dazu Vorträge, Gesprächsrunden und eine Führung durch die Stiftskirche ergänzen das Konzertprogramm zu einem wahrhaften Studium Generale. Ein Festivalpass für 80 Euro gibt Zutritt zu sämtlichen Konzerten und Vorträgen, die auch einzeln besucht werden können. Ab dem 11. März kommen junge Chorsänger, Orchestermusikerinnen und Gesangssolisten aus zahlreichen Ländern in der Landesakademie Ochsenhausen vorbereitend zu einer intensiven Studienwoche zusammen. Meisterkurse in Gesang halten Dame Emma Kirkby, Anke Vondung und Peter Harvey. Orchesterspiel auf Barockinstrumenten im Jungen Stuttgarter Bach Ensemble (JSB-Ensemble) lehren Xenia Löffler, Hans-Martin RuxBrachtendorf, Mayumi Hirasaki und Jan Freiheit. Den JSB-Chor studiert Kathey Romey ein. Im Eröffnungskonzert zu Bachs 337. Geburtstag am 21. März in der Stiftskirche präsentiert die Gaechinger Cantorey höfische und bürgerliche Festmusiken von J.S. Bach. Das JSBEnsemble und Solisten der Meisterkurse führen in zwei moderierten Werkstattkonzerten am 22. und 23. März das Kyrie und Gloria aus Bachs h-Moll-Messe sowie Zelenkas »Missa gratias agimus tibi« auf. In zwei weiteren am 24. und 25. März musizieren sie »Magnificat«-Vertonungen beider Komponisten. Im Abschlusskonzert am 27. März unter Leitung von HansChristoph Rademann stehen sich Bach mit der Missa brevis G-Dur BWV 236 und Zelenka mit seiner »Missa Dei Filii« ZWV 20 einander direkt gegenüber. Die Konzerte beginnen um 19 Uhr. Halbstündige Mittagsmusiken täglich um 14.30 Uhr bestreiten Studierende der Abteilung für Orgel und historische Tasteninstrumente unter Leitung von Jörg Halubek. Leipzig und Dresden, protestantische versus katholische Kirchenmusik und der biblische Text des »Magnificat« sind Themen der Vorträge und Gespräche, zu denen vom 22. bis 25. März, jeweils 17.30 Uhr, Prof. Ulrich Konrad, Prof. Volker Leppin, Václav Luks, Dr. Michael Maul und Prof. Meinrad Walter erwartet werden. Am 27. März, nach einem von Stiftskantor Kay Johannsen gestalteten Gottesdienst, begibt sich Ludger Schmitt »Auf den Spuren des Magnificat« auf einen Rundgang durch die Stiftskirche. Morgendliche Warm-ups mit den Dozentinnen und Dozenten der Meisterkurse geben einen Überblick über den jeweiligen Festival-Tag. Die Veranstaltungen finden in der Musikhochschule und der Stiftskirche in Stuttgart statt, der Eröffnungsvortrag von Dr. Andreas Bomba am 21. März um 18.00 im Landesmuseum Württemberg, Altes Schloss. Karten und Auskunft: Tel. 0711 / 619 21 61 und karten@bachakademie.de. www.bachakademie.de Frankfurt: Dank der Unterstützung der Ernst Max von Grunelius Stiftung werden die Klosterkonzerte Frankfurt auch in diesem Jahr im Karmeliterkloster fortgesetzt. Mit Beginn der Corona-Pandemie 2020 stand die Konzertreihe vor dem Aus. Mit einem Crowdfunding konnte der Kulturmanager Thomas Rainer (Agentur ALLEGRA) die Konzertreihe im vergangenen Jahr zunächst retten. Für die diesjährige Saison konnte er die Stiftung und weitere private Spender als Unterstützer gewinnen und damit wieder fünf Konzerte jeweils sonntags um 17 Uhr planen. Mit einem Abonnement kann man sich ab sofort für die Saison einen festen Sitzplatz in der einzigartigen Atmosphäre des mittelalterlichen Refektoriums des Karmeliterklosters reservieren. Alle Infos auf www.allegra-online.de Am Sonntag, den 22. Mai startet die 26. Saison mit dem Ensemble BachWerkVokal aus Salzburg unter der Leitung von Gordon Safari. Das Vokalund Instrumentalensemble bietet mit dem Titel „Himmelhoch jauchzend“ Musik u.a. von Johann Sebastian Bach, Francisco Valls, Claudio Monteverdi dar. Ein Konzertabend, der die Freude, das Jauchzen und Jubeln in den Mittelpunkt stellt. Am Sonntag, den 26. Juni ist die schillernde Solistin Jana Semerádová (Traversflöte) zusammen mit dem Ensemble Castor mit Petra Samhaber-Eckhardt (Violine), Philipp Comploi (Violoncello) und Erich Traxler (Cembalo) zu Gast im Refektorium des Klosters. Mit dem Programm „Von Völkern und Nationen“ taucht das Ensemble in seinem Konzert in die Welt barocker Concerti, Ouvertüren und Kammermusikwerke ein. Die Kompositionen u.a. von Couperin, Telemann, Schmelzer und C.Ph.E. Bach spielen dabei auf unterschiedliche nationale Idiome musikalischer, aber auch politischer Fasson an. Das Gambensconsort „Les Escapades“ mit Franziska Finckh, Sabine Kreutzberger, Adina Scheyhing, Laura Frey, Barbara Pfeifer spielt am Sonntag, den 17. Juli Musik u.a. von Dowland, Purcell Jenkins, Holborne. Herzstück des Programms “Tears of the muses“ ist die Consort-Literatur aus England. Oft fröhlich, beschwingt kommt sie daher. Aber auch, ganz nach dem Geschmack der Zeit, mit tief empfundener „Melancholy“. Am Sonntag, den 18. September präsentieren Sabine Goetz (Sopran), Matthias Lucht (Altus) und die „Mannheimer Hofkapelle“ unter der Leitung von Florian Heyerick die Bach-Kantate "Tilge, Höchster, meine Sünden". Es handelt sich um eine Bearbeitung J. S. Bachs des "Stabat mater" von G. B. Pergolesi. Ergänzt wird das Programm mit Ouvertüren von Christoph Graupner und Telemann. Das Programm zeigt, dass der Musikstil des Barocks von deutlichen nationalen Einflüssen geprägt ist. Italien ist und bleibt ein Vorbild, aber auch die Musik am französischen Königshof ist als repräsentativer Stil für den Adel attraktiv. Zum Abschluss der Saison sind am Sonntag, den 09. Oktober Michael Schneider (Blockflöte) und Eva Maria Pollerus (Cembalo) zu Gast. Musik u.a. von Corelli, Bellinzani, Telemann, Scarlatti, Marcello stehen auf dem Programm. Getroffen haben Telemann und Corelli einander nicht - aber die Musik Arcangelo Corellis hatte für Telemann wie für seine Zeitgenossen und die nachfolgende Generation in ganz Europa enorme Bedeutung. Nicht zuletzt hat Georg Philipp Telemann selbst als einer der bedeutendsten Vertreter des "vermischten" Stils neben deutschen, französischen und polnischen Einflüssen diesen italienischen Einfluss in bedeutendem Maße für seinen Personalstil rezipiert - wovon u.a. seine "Sonates Corellisantes" zeugen. Göttingen: 2021 zog der Wettbewerb Corona-bedingt in den digitalen Raum um, diesen Mai soll die göttingen händel competition wieder in Präsenz stattfinden. Neben dem Hauptpreis wird 2022 erstmals der Sonderpreis „Musik und Raum“ vergeben. Schließlich hört das Auge mit. Darum sind junge Künstler:innen herzlich eingeladen, ein auf den ausgewählten Ort zugeschnittenes Konzept zu entwickeln: die St. Petri-Kirche in Landolfshausen. Seit 2017 legt die göttingen händel competition (ghc) den Fokus auf die Förderung junger Talente und verbindet dabei Wettbewerbsinhalte eng mit dem Festspielmotto: So erwartet das Publikum und die Jury in 2022 Aufregendes – nämlich: Neue Horizonte. Mit seinen starken Partner:innen, einer hochkarätigen Jury und attraktiven Preisen ist der Wettbewerb ein wesentlicher Bestandteil der Festspiele geworden, die Künstler:innen und Freunde der Alten Musik aus aller Welt jedes Frühjahr in Göttingen zusammenbringen, um die Musik Händels zu genießen. Der Wettbewerb wird 2022 durch den Sonderpreis „Musik und Raum“ ergänzt, für den gesonderte Wettbewerbsbedingungen gelten. Dieser beinhaltet ein weiteres Preisträgerkonzert in der Region sowie für das Preisträger-Ensemble eine Einladung der Philharmonie Köln zu FELIX! – Original. Klang. Köln. Bewerben können sich Ensembles der Alten Musik (zwei bis sieben Mitglieder) mit einem barocken Programmschwerpunkt. Die Altersgrenze für Einzelmitglieder liegt bei 35, für Ensembles bei durchschnittlich 32 Jahren. Der Wettbewerb findet am 16. und 17. Mai 2022 in Göttingen statt (Preisträgerkonzerte am 18. und 19. Mai 2022). Die teilnehmenden Ensembles verpflichten sich zur Anwesenheit in Göttingen während des Wettbewerbs. Die göttingen händel competition vergibt folgende Preise: Preis der Göttinger Händel-Gesellschaft e. V., dotiert mit 5.000 € sowie einem Auftritt beim Preisträgerkonzert am 18.5.2022 im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2022. Sonderpreis „Musik und Raum“, dotiert mit 2.000 Euro sowie je einem Auftritt beim Preisträgerkonzert „Musik und Raum“ am 19.5.2022 im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2022 und bei FELIX! – Original. Klang. Köln. Bärenreiter Urtext-Preis, Publikumspreis. www.haendel-festspiele.de Engagements: Die Neuproduktion von Händels Giulio Cesare wird nach Aufführungen in den Niederlanden im Mai 2022 zu den Händelfestspielen Göttingen übersiedeln. Regie bei dieser Neuproduktion führt George Petrou, der auch die musikalische Leitung innehat. Die Titelpartie singt Yuriy Mynenko, die Rolle der Cleopatra interpretiert Sophie Junker und den Tolomeo wird Nicholas Tamagna interpretieren. George Petrou führt erstmals außerhalb von Griechenland Regie und gibt mit Giulio Cesare sein

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