Toccata 05/2022

TOCCATA - 121/2022 des Komponisten Heinrich Schütz stehen, dessen 350. Todestag am 6. November begangen wird. Die Hochschule wird Schütz und sein Werk aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Das Festkonzert am 14. Oktober mit dem Dresdner Kammerchor ist das erste von drei. Am 4. Februar wird das Vokalensemble AuditivVokal Dresden den zeitlichen Bogen von den „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz zu zeitgenössischen Kompositionen auch aus unserem Haus spannen. „In einem Symposium am 4. und 5. November fragen wir nach der Bedeutung von Musik an der Grenze des Todes“, so Heinemann. Schütz habe als alter Mensch Musik komponiert und war durch die Anwesenheit des 30jährigen Krieges ständiger Todesangst, Not und Elend ausgeliefert. Wie solche Situationen nicht nur durch die Musik, sondern auch staatlich begleitet werden können, wolle man mit Thomas de Maizière – ehemaliger Bundesinnen- und –verteidigungsminister - und Prof. Herfried Münkler – Politikwissenschaftler - diskutieren. Harnoncourt: Am 20. Juli 2022 verstarb die Barockgeigerin, Mit-Gründerin und langjährige Konzertmeisterin des Concentus Musicus Wien und Ehefrau von Nikolaus Harnonourt Alice Harnoncourt mit 91 Jahren. Leipzig: Mit einem festlichen Preisträgerkonzert in der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig endete am 23. Juli in Leipzig der XXIII. Internationale Johann-Sebastian-BachWettbewerb 2022. 37 hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus 19 Ländern wetteiferten seit dem 17. Juli vor Ort in Leipzig in den Fächern Klavier, Cembalo und Violine/Barockvioline um den begehrten Titel »Bachpreisträger/in«. Ins Finale zogen davon am 22. Juli 18 junge Musikerinnen und Musiker aus 13 Nationen ein, darunter drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den USA, zwei aus Deutschland sowie jeweils zwei aus Italien und Spanien. In jedem Fach wurden drei Bach-Preise vergeben: Klavier: 1. Preis: Olga Davnis / 18 Jahre / Russland, 2. Preis: Mattia Fusi / 25 Jahre / Italien, 3. Preis: Eden Agranat Meged / 20 Jahre / Israel. Cembalo: 1. Preis: Alexander von Heißen / 27 Jahre / Deutschland, 2. Preis: Irene González Roldán / 24 Jahre / Spanien, 3. Preis: Dmytro Kokoshynskyy / 25 Jahre / Ukraine. Violine/Barockvioline: 1. Preis: Charlotte Spruit / 21 Jahre / Barockvioline / Niederlande, 2. Preis: Qingzhu Weng / 20 Jahre / Violine / China, 3. Preis: Sophia Prodanova / 24 Jahre / Barockvioline / Bulgarien Die Preisverleihung fand am Nachmittag des 23. Juli im Alten Rathaus Leipzig in Anwesenheit zahlreicher Gäste durch den Wettbewerbspräsidenten Robert Levin statt. Prof. Dr. h. c. mult. Robert Levin: »Der XXIII. Internationale Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig stellt mit Freude seine Preisträger in den Disziplinen Cembalo, Klavier und Violine/Barockvioline vor. Mit jedem Jahrgang stellen wir eine Erhöhung des Niveaus der Teilnehmenden fest. Dass diese konsequente Tendenz sich trotz der Folgen der Pandemie weiterhin durchsetzt, beglückt uns zutiefst. Unsere Jurys, die von führenden Bach-Interpreten aus aller Welt zusammengesetzt wurden, haben gewissenhaft ihre Pflicht erfüllt, aus den höchsttalentierten Kandidat/innen diejenigen auszuzeichnen, die eine tiefsinnige Auseinandersetzung mit Bachs Musiksprache in allen ihren Facetten aufweisen – Rhetorik, Drama, Struktur, Intellekt und Spiritualität gemeint – , die die Voraussetzung für ihre Ernennung zum weltweit anerkannten Prädikat ›Bach-Preisträger‹ bildet. Der Idealismus und die Integrität unserer Preisträger, verbunden mit ihrer hervorragenden Virtuosität, verhilft uns, der Zukunft der BachPflege zuversichtlich entgegen zu sehen.« Die Hauptpreise sind in allen drei Fächern dotiert mit 10.000 Euro (1. Preis), 7.500 Euro (2. Preis) und 5.000 Euro (3. Preis). Die ersten Preise in den Fächern Klavier und Violine/Barockvioline wurden von der Sparkasse Leipzig gestiftet. Die Bachpreisträger 2022 dürfen sich zudem auf Engagements freuen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Sonderpreise vergeben. Der Internationale Johann-SebastianBach-Wettbewerb Leipzig zählt zu den renommiertesten Musikwettbewerben weltweit und wird abwechselnd alle zwei Jahre in den Fächern Violine/Barockvioline, Klavier, Cembalo bzw. Gesang, Violoncello/Barockvioloncello und Orgel ausgetragen. Er ist Mitglied der World Federation of International Music Competitions (Genf). Der Wettbewerb wird vom Bach-Archiv Leipzig und der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig veranstaltet, Hauptsponsor ist die Sparkasse Leipzig. Präsident des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs ist seit 2002 der Pianist, Cembalist und Harvard-Professor Robert Levin. Der XXIV. Internationale Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig findet vom 13. bis 25. Juli 2024 statt. www.bachwettbewerbleipzig.de Basel: Die Deutsche Lautengesellschaft freut sich, in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis die BASEL LUTE DAYS anzukündigen, die vom 14. - 18. September 2022 stattfinden werden. Alle Vorträge und Konzerte sind für die Besucher frei zugänglich und kostenlos. Die Basel Lute Days unter der Gesamtleitung von Peter Croton bringen Interpreten, Forschende, Lehrende und Studierende zusammen und setzen sich wie folgt zusammen: Am Mittwoch, 14. September, findet eine Tagung der International Musicological Society Study Group “Tablature in Western Music” statt, bei der unter der Leitung von John Griffiths neueste Forschungsergebnisse zum Thema Tabulaturen vorgestellt werden. Mit Beginn am Abend des 14. September wird bis zum Freitagnachmittag, 16. September, die 2nd International Conference on Lute Study in Higher Education tagen. Unter der Leitung von Peter Croton werden in Fortsetzung zur vorhergehenden Konferenz in Bremen verschiedene Themen in Vorträgen und Diskussionen vertieft, die für Lauten-Lehrpersonen und Studierende von Bedeutung sind: Historische Aufführungspraxis, Basso Continuo, verschiedene Typen historischer Musikinstrumente, Alexandertechnik, Plektrumlaute, Ornamentation und allgemeine Fragen zur Pädagogik in Alter Musik im 21. Jahrhundert. Ausserdem wird eine Podiumsdiskussion stattfinden zum Thema „Laute lernen aus Sicht von Schülern und Studierenden“. Von Freitagabend, 16. September bis zum Abschluß der Basel Lute Days am Sonntag, 18. September findet dann das Internationale Festival der Laute statt, welches durch die Deutsche Lautengesellschaft e.V. ausgerichtet wird. Zum Veranstaltungsprogramm gehören sowohl Vorträge wie Galakonzerte, als auch Meisterkurse und eine Ausstellung mit Lauteninstrumenten, Musikalien und Zubehör. Bei den Präsentationen geht es u.a. um Originalinstrumente und um die Laute im 20. Jahrhundert sowie die Rolle, die Basel dabei gespielt hat. Am letzten Tag, dem 18. September, soll es eine „Round Table“ - Diskussion geben, zu der Vertreter aller Lautengesellschaften weltweit eingeladen sind. Zu den teilnehmenden Lautenistinnen, Lautenisten und Vortragenden zählen: Anthony Bailes, Julian Behr, Paul Beier, Ziv Braha, Maria Christina Cleary, Casulana Lute Consort, Peter Croton, Andrea Damiani, David Dolata, Anne Marie Dragosits, Irina Döring, Ya'qub El-Khaled, Christopher Goodwin, John Griffiths, Jacob Heringman, NACHRICHTEN 7 Bach-Wettbewerb Leipzig. PreisträgerInnen 2022, Foto: Gert Mothes

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