Toccata 06/2022

Oktober 2022 in die neu renovierten, modernen und akustisch wirksamen Räumlichkeiten am Medien-Standort in Unterföhring sei es nach der Corona-Zeit nicht nur nötig, intensiver als sonst an Stimmbildung und Chorsingen zu feilen: „Nach Corona müssen wir auch am Umgang miteinander arbeiten", schildert Barbara Schmidt-Gaden ihre aktuellen Erfahrungen: „In dieser Zeit des sozialen wie musikalischen Aufbaus brauchen die Kinder regelmäßige Aufmerksamkeit". Der neue Standort in Unterföhring soll dabei unterstützen: „Wir haben hier hervorragende Möglichkeiten zur Verbesserung der internen Abläufe in Verwaltung, Probe und Unterricht". Opus Klassik: Den Opus KlassikPreis 2022 erhielten in der Kategorie Sängerin des Jahres: Lea Desandre (Amazone. Provenzale, Viviani u.a. Jupiter, Thomas Dunford, Erato 9029 50658 43), in der Kategorie Ensemble des Jahres: Huelgas Ensemble, Paul Nevel (En Albion. Polyphony in England 1300-1400, Deutsche Harmonia Mundi 88985 45521 21), in der Kategorie Konzerteinspielung des Jahres, Blockflöte/ Cembalo: Stefan Temmingh, Blockflöte, Capricornus Consort Basel, Péter Barczi (Leipzig 1723. Bach and his Rivals for the Thomaskantor Position. Graupner, Bach, Fasch, Telemann, Accent ACC 24375), in der Kategorie Sinfonische Einspielung des Jahres: Berliner Barock Solisten, Reinhard Goebel (Mozart: Serenades, Hänssler HC 21013), in der Kategorie Solistische Einspielung des Jahres: Gesang: Oper: Jeanine De Bique, Sopran, Concerto Köln, Luca Quintavalle (Mirrors. Händel: Arien, Berlin Classics 0302017BC), in der Kategorie Audiovisuelle Musikproduktion: Jakub Jozef Orlinski, Countertenor, Capella Cracoviensis, Jan Tomasz Adamus (Vivaldi: Stabat Mater, Erato 9029 50607 01), in der Kategorie Solistische Einspielung des Jahres: Orgel: Eckhard Manz (Orgelpunkt Vol. 2. Die Rieger-Orgel St. Martin in Kassel. Bach; Böhm, Walter u.a., MDG Musikproduktion und Grimm MDG 951 2226-6), in der Kategorie Solistiche Einspielung Solistische Einspielung des Jahres – Gesang: Joyce DiDonato, Mezzosopran, Il Pomo d’Oro, Maxim Emelyanychev (Eden. Mahler, Marini u.a., Erato 9029 64651 54) in der Kategorie Weltersteinspielung des Jahres: Goldberg Vocal Ensemble, Goldberg Baroque Ensemble, Andrzej Szadejko (Johann Daniel Pucklitz (17051774): Oratorio Secondo, Musica Baltica 9. MDG/ Musikproduktion Dabringhaus und Grimm MDG 902 2241-6) und in der Kategorie Solistische Einspielung des Jahres – Gesang: Oratorium: Miriam Feuersinger, Sopran, Capricornus Consort Basel (Bach: Ich bin vergnügt..., Kantaten BWV 51, 82, 84, Christophorus CHR 77459). Wilms: Kürzlich erschien beim schwedischen Label BIS aus Anlass des Jubiläumsjahres „250 Jahre Johann Wilhelm Wilms“ die Aufnahme "The Piano Concertos Vol. 1“ mit Ronald Brautigam (Hammerklavier) und der Kölner Akademie unter Leitung von Michael Alexander Willens. Die CD entstand im April, Mai und August 2021 in der Immanuelskirche in Wuppertal in Kooperation mit dem Deutschlandfunk und enthält die Klavierkonzerte E-dur op. 3, Cdur op. 12 und D-dur op. 26. Vol. 2 der Wilms-Klavierkonzerte wird voraussichtlich im November 2022 zum Abschluss des Wilms-Jahres erscheinen. Die Aufnahme sorgt für Furore! Das BBC Music Magazine verlieh ihr fünf Sterne www.classical-music.com/reviews/concerto/wilms-piano-concertos-vol-1/ und das Niederländische Klassik-Radio NRT hat die CD zur „Aufnahme der Woche“ ernannt. Bereits Ende Juni wurde die Einspielung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert: www.schallplattenkritik.de/en/news/ 2022-07-06/the-new-long-list-32022-is-here. G.A.P.: Im September gastierte das G.A.P.-Ensemble und Dorothée Mields (Sopran) beim Mosel Musikfestival mit Werken von Johann Sebastian Bach und Dmitri Schostakowitsch im Kloster Machern in Bernkastel-Kues. Im Juli war das G.A.P.- Ensemble mit Dorothée Mields bereits erfolgreich beim Festival de Saintes in Frankreich zu Gast. Innsbruck: Von 12. Juli bis 28. August besuchten über 17.000 Gäste aus aller Welt die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Die Auslastung lag bei insgesamt 53 Veranstaltungen bei 86 %. Die Gäste kamen u. a. aus dem Inland, Deutschland, der Schweiz, Italien, Spanien, Finnland, Großbritannien, Mexiko, Südkorea, Kanada und den USA. Im kommenden Jahr dürfen sich Opernfreunde auf Antonio Vivaldis «L'Olimpiade», «Juditha triumphans» und «La fida ninfa» freuen. Die 46. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik endeten mit dem Finalkonzert des 13. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti im Haus der Musik Innsbruck. Mit 53 Veranstaltungen (davon waren 19 kostenfrei) an 22 Spielorten kann das Festwochen-Team rund um Intendant Alessandro De Marchi, Geschäftsführer Dr. Markus Lutz und Betriebsdirektorin Mag. Eva-Maria Sens auf eine ereignisreiche und gut besuchte Festivalsaison, die unter dem Motto «Begegnungen» stand, zurückblicken. Die Wiederentdeckung der Oper «Silla» von Carl Heinrich Graun wurde vom Publikum und zahlreichen Medienverteter*innen aus dem In- und Ausland gefeiert und hoch gelobt. Mit der Barockoper:Jung, Carlo Pallavicinos «L'amazzone corsara», und Giovanni Bononcinis «Astarto» sorgten zwei weitere echte Raritäten auf der Festwochen-Bühne für Begeisterung. Publikumsjubel und Gänsehautmomente gab es u. a. bei den ausverkauften Konzerten «Il Messia» im Haus der Musik mit dem Innsbrucker Festwochenorchester und renommierten Solist*innen unter der Leitung von Alessandro De Marchi, «Vespro Veneziano» mit dem La Cetra Barockorchester und Andrea Marcon in der Stiftskirche Wilten sowie dem «Concerto delle Donne» mit der Harfenistin Margret Köll im Spanischen Saal von Schloss Ambras. Ein Höhepunkt war das Konzert «Virtuosen» mit der Accademia Bizantina unter der Leitung von Ottavio Dantone, welcher ab Herbst 2023 die musikalische Leitung der Festwochen inne haben wird. Über 9.000 Gäste besuchten die Opern- und Konzertveranstaltungen. Zusätzlich besuchten über 8.000 Interessierte die kostenfreien Veranstaltungen der Festwochen, wie beispielweise das «Concerto mobile», «Musica montana», die Lunchkonzerte, das Schlossfest Ambras sowie «Pauken und Trompeten» am Goldenen Dachl. Die Veranstaltungen der Festwochen lockten darüber hinaus zahlreiche Medienvertreter nach Innsbruck: 59 Journalisten aus 11 Ländern berichteten im Juli und August vom Festival. Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2023 werden drei szenische Vivaldi-Produktionen auf die Bühne bringen:«L'Olimpiade», «Juditha triumphans» und als Barockoper:Jung «La fida ninfa». Es wird die letzte Festwochen-Saison des aktuellen Intendanten Alessandro De Marchi sein. Er wird bei «L'Olimpiade» und «Juditha triumphans» am Dirigentenpult stehen. Die Regie bei «L'Olimpiade» wird Stefano Vizioli übernehmen, der 2019 schon mit der Inszenierung der Oper «La Dori» begeisterte. Die Barockoper:Jung wird Chiara Cattani musikalisch leiten. Die 47. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik finden von 11. Juli bis 29. August 2023 statt. Das gesamte Programm wird im Frühjahr 2023 veröffentlicht, dann beginnt auch der Kartenvorverkauf. La Cetra: Auch in dieser Saison bereichert der Konzertzyklus von La TOCCATA - 122/2022 NACHRICHTEN 5 Innsbrucker Festwochen 2022: Silla, Foto: Birgit Gufler

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